Aalto-Musiktheater

Mitarbeiter: Ensemble & Gäste

Defontaine, MartialNach dem Abschluss seines Studiums der Rechtswissenschaften wurde der Tenor Martial Defontaine in das Studio Versailles Opéra aufgenommen, wo er mit René Jacobs und Marc Minkowski zusammenarbeitete. Daneben perfektionierte er sich bei Rachel Yakar am Conservatoire de Paris. Erste Rollen waren Jason ("Médée" von Charpentier), Azor ("Zémyre et Azor") und Florival ("L’amant jaloux"). Zu seinen Mozartpartien zählen Ferrando ("Così fan tutte"), Don Ottavio ("Don Giovanni"), Belmonte ("Die Entführung aus dem Serail") und Tamino ("Die Zauberflöte"). Im italienischen Fach war er als Almaviva ("Il barbiere di Siviglia"), Ernesto ("Don Pasquale"), Fenton ("Falstaff"), Duca ("Rigoletto"), in "Il viaggio a Reims" in Monte Carlo und als Pong ("Turandot") in Avignon und Marseille zu erleben. Bei den Chorégies d’Orange sang er in "La Traviata", "Otello" und "Aida" unter Dirigenten wie Michel Plasson, Pinchas Steinberg und Evelino Pidò. Im modernen und zeitgenössischen Repertoire sind zu nennen: Tristan ("Le vin herbé") an der Opéra national de Paris (mit Aufnahme von Radio France), die Uraufführung von "Une saison en enfer" von M. Constant, Arthus ("Le fou" von Marcel Landowski) und Lindbergh ("Der Lindberghflug" von Kurt Weill). Im Théâtre des Champs-Élysées kreiierte er das "Magnificat für Solotenor" von Florentz. An der Oper Athen sang er bei der Uraufführung von Xarhakos‘ "Cyrano et Roxanne" die Partie des De Guiche.

Gewaltigen Erfolg hatte er mit der Rolle des Prinzen ("Die Liebe zu den drei Orangen"), die er in den bekannten Inszenierungen von Andreas Homoki (Antwerpen und Gent) und Laurent Pelly (Amsterdam) sowie auch in Köln und Dijon sang. Den Mari ("Les mamelles de Tirésias") gab er in Montpellier, Athen, Compiègne und in Feldkirch, den Chevalier ("Les dialogues des carmélites") sang er in Tours, Antwerpen und Genf. Mit großem Erfolg interpretierte Martial Defontaine in Renne die Titelpartie in "Les Contes d’Hoffmann". Weitere Rollen in Werken von Jacques Offenbach waren die Titelrolle in "Fantasio" (Rennes, Nantes, Tours), Piquillo ("La Périchole", u. a. an der Opéra Comique Paris), Prinz von Mantua ("Die Banditen"), Gardefeu ("Pariser Leben", an der Opéra Comique Paris, in Lausanne und in Washington), Prince Caprice ("Le voyage dans la lune") und Paris ("Die schöne Helena"). Zudem war er als Don José ("Carmen"), Nadir ("Les pêcheurs de perles"), Des Grieux ("Manon"), Juan ("Don Quichotte"), der Titelpartie in "La damnation de Faust", Pylade ("Iphigénie en Tauride"), Gontran ("Les mousquetaires au Couvent"), Pomponnet ("La fille de Madame Angot") und als Camille ("Die lustige Witwe") zu erleben.

Zu den Aufnahmen von Martial Defontaine zählen Werke von Lili Boulanger mit dem Orchestre Philharmonique du Luxembourg, ein Recital mit Liedern von Georges Auric, sowie sämtliche Lieder von de Huybrechts. Des Weiteren ist er auf CD als Alvares in Spontinis "Fernand Cortez", als Albert ("Der geizige Ritter") und als Raimbaut ("Robert le diable") zu hören. Im Fernsehen war Martial Defontaine als Des Grieux ("Manon") in einer Übertragung vom Festival de St. Céré zu erleben. Auf DVD sind erschienen: Prinz ("L’amour des trois oranges", De Nationale Opera Amsterdam), Juan ("Don Quichotte", Oper Tokio) und Prinz von Mantua ("Die Banditen", Opéra Comique). Daneben ist Martial Defontaine auch ein erfolgreicher Interpret von Oratorien und Kammermusik. Zu den von ihm interpretierten Werken zählen Bachs "Matthäus-Passion", das Requiem und die c-Moll-Messe von Mozart, die Petite Messe Solennelle und das Stabat Mater von Rossini, Puccinis Missa di Gloria, Dvořáks Stabat Mater, das Te Deum von Berlioz und das Requiem von Verdi. Mit Liederabenden gastierte er u. a. in der BNF, im Auditorium du Louvre und im Théâtre de la Monnaie Brüssel. In der Spielzeit 2015/2016 sang er u. a. den Chevalier ("Les dialogues des carmélites") in Bari, den Prinzen ("Die Liebe zu den drei Orangen") an der Deutschen Oper Berlin in einer Inszenierung von Robert Carsen, Antinoüs ("Pénélope") in der Inszenierung von Oliver Py in Strasbourg sowie den Tremolini ("Die Prinzessin von Trapezunt") in Limoges.

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Die Liebe zu den drei Orangen