Aalto-Musiktheater

Spielzeit 2017/2018: Premieren

Oper in vier Teilen von Giuseppe Verdi
Dichtung von Salvatore Cammarano
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Premiere am 2. Dezember 2017
Vorstellungen & Tickets in der Spielzeit 2017/2018
So 17. 12. 2017 18:00 - 20:45 Uhr Tickets
Mi 20. 12. 2017 19:30 - 22:15 Uhr Tickets
Mi 03. 01. 2018 19:30 - 22:15 Uhr Tickets
Sa 13. 01. 2018 19:00 - 21:45 Uhr Tickets
Sa 20. 01. 2018 19:00 - 21:45 Uhr Tickets
So 04. 02. 2018 18:00 - 20:45 Uhr Tickets
So 25. 03. 2018 18:00 - 20:45 Uhr Tickets
Fr 20. 04. 2018 19:30 - 22:15 Uhr Tickets
So 13. 05. 2018 16:30 - 18:45 Uhr Tickets
Do 31. 05. 2018 18:00 - 20:45 Uhr Tickets
Sa 09. 06. 2018 19:00 - 21:45 Uhr Tickets


IL TROVATORE – Giuseppe Verdi from Theater-TV on Vimeo.

Es sind die langen Schatten der Vergangenheit, denen keine Figur in Verdis vielleicht dunkelstem Werk entkommen kann. Es ist die gemeinsame Vorgeschichte, die ihr Schicksal bestimmt und – aus unterschiedlichen Blickwinkeln erzählt – durch die Oper geistert. Es ist unerbittlicher Hass, der die Ereignisse auf ein tragisches Ende hin peitscht. Der alte Graf Luna hatte zwei Söhne. Einer davon sei von einer Zigeunerin verflucht worden, wofür diese auf den Scheiterhaufen geworfen wurde. Deren Tochter Azucena entführte daraufhin den Jungen, um ihn aus Rache ebenfalls zu verbrennen, tötet dabei aber aus Versehen ihr eigenes Kind. Das überlebende Grafenkind wuchs nun im Zigeunerlager heran, ohne seine Herkunft zu kennen. Der alte Graf ließ seinen verbliebenen Sohn am Sterbebett schwören, die Suche nach dem verschwundenen Bruder niemals aufzugeben. Jahre später verlieben sich die beiden einander unbekannten Brüder in dieselbe Frau …

Legendär kompliziert sei die Handlung des „Trovatore“, so der allgemeine Konsens in der Opernwelt. Und ganz einfach machen es Verdi und sein Librettist Cammarano dem Publikum wahrhaftig nicht. Eine lineare und stringente Erzählung weicht großen Tableaus, statt strahlender Helden stehen gesellschaftliche Außenseiter im Zentrum des Geschehens. Es ist hier in besonderem Maße das innere Drama der Figuren und nicht das Handlungsgerüst, das Verdi zu einer seiner beliebtesten Opern inspirierte. Und der schon bei der Uraufführung einsetzende Erfolg gab ihm Recht: Der spannungsgeladene Kontrast zwischen düsterer Handlung und schier überirdischer Schönheit der Musik sorgte dafür, dass sich das Mittelstück von Verdis „trilogia populare“ als absoluter Klassiker der italienischen Oper durchsetzen konnte.
Koproduktion mit der Seattle Opera. Gefördert von der Brost-Stiftung.
Pause nach ca. 70 Minuten.
Einführungsmatinee 26. November 2017
Einführungsvortrag 30 Minuten vor jeder Vorstellung im Foyer.
Zu „Der Troubadour“ bieten wir den Nachmittagsplausch „It’s Teatime“ am 1. Dezember 2017 an.