Aalto-Musiktheater

Spielzeit 2016/2017: Wiederaufnahmen

Komische Oper in zwei Akten von Gioacchino Rossini
Dichtung von Cesare Sterbini
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Musikalische Leitung Giacomo Sagripanti, Johannes Witt
Inszenierung Jan Philipp Gloger
Bühne Ben Baur
Kostüme Marie Roth
Choreinstudierung Patrick Jaskolka
Dramaturgie Christian Schröder
Wiederaufnahme am 16. September 2016
Vorstellungen & Tickets in der Spielzeit 2016/2017
Fr 28. 04. 2017 19:30 - 22:30 Uhr Tickets
Mi 21. 06. 2017 19:30 - 22:30 Uhr


IL BARBIERE DI SIVIGLIA – Gioacchino Rossini from Theater-TV on Vimeo.


Die Geschichte ist vermutlich so alt wie das Genre der Komödie selbst: Ein älterer Mann will eine junge Frau heiraten, die ihrerseits einen Jüngeren liebt. Das junge Paar findet sich, der ältere Mann wird düpiert. Doch wohl niemand hat diese Geschichte hinreißender erzählt als Gioacchino Rossini, denn er lässt darin eine Figur auftreten, die für Turbulenzen und Wirbel sorgt wie kaum eine Opernfigur davor oder danach – eben Figaro, den Barbier von Sevilla. Mit Witz, Ideenreichtum, Mut und dem Herzen am rechten Fleck spinnt er die nötige Intrige, um dem richtigen Paar zum Glück zu verhelfen. Dabei hatte es bei der Uraufführung noch gar nicht nach einem großen Triumph ausgesehen. Rossini war 1815 nach Rom bestellt worden, um dort seine Oper „Torvaldo e Dorliska“ zur Uraufführung zu bringen. Der große Erfolg sorgte für einen weiteren Kompositionsauftrag, und rasch fiel die Wahl auf eine wahrhaft revolutionäre Komödie: „Le Barbier de Séville“ des französischen Dichters Beaumarchais. Eine Katze auf der Bühne, der unglückliche und blutige Sturz eines Hauptdarstellers und die Antipathie der Rossini Gegner ließen die Premiere zu einem der berühmtesten Fiaskos der Opernhistorie werden, dem mit der umjubelten zweiten Aufführung dann eine der berühmtesten Erfolgsgeschichten des Theaters folgte. Während ringsum schon die Romantik aufbrauste, blieb Rossini Klassizist: Die atemberaubenden Koloraturen in den Arien, der unwiderstehliche rhythmische Schwung – alles scheint wie mit leichter Hand hingeworfen. Damit führte Gioacchino Rossini die Tradition der opera buffa zu ihrer Vollendung. Und schon Heinrich Heine, einer der ersten prominenten deutschen Rossini-Verehrer, prophezeite: “Die Verächter italienischer Musik werden einst in der Hölle ihrer wohl verdienten Strafe nicht entgehen.”
Gefördert von der Funke Mediengruppe und dem Freundeskreis Theater und Philharmonie Essen.